Die Atmung

ist ein wichtiger Ansatzpunkt für Achtsamkeit und Entspannung. Durch die Atmung können das Stressempfinden und der Gemütszustand reguliert werden.

Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Der Atem-Anker

1. Sitzen oder stehen Sie mit aufrechtem Rücken und entspannen Sie Ihre Schultern bewusst. 
2. Schließen Sie die Augen und legen Sie Ihre Hand auf den Bauch.
3. Richten Sie Ihre volle Aufmerksamkeit auf Ihren Atem: Atmen Sie tief durch die Nase in den Bauch ein. 

Fühlen Sie, wie die Atemluft durch die Nase fließt, mühelos in Ihren Körper einströmt, Ihr Bauch sich weitet und die Luft sich in Ihrem Körper verteilt. Spüren Sie beim Ausatmen, wie die Luft wieder aus dem Bauch herausfließt, die Bauchdecke sich wieder senkt und wie der Luftstrom durch die Nase nach außen strömt. Nehmen Sie auf diese Art zehn bewusste Atemzüge. 

Stellen Sie sich 1–3 Mal am Tag einen Wecker, der Sie an den Atem-Anker erinnert.

Den Körper kennen

1. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wirbelsäule aufrecht ist. Es ist egal, ob Sie stehen, sitzen oder liegen. 

2. Legen Sie Ihren Fokus für 1–2 Minuten auf einen Körperteil Ihrer Wahl. Wie fühlt es sich an? Bewegen Sie dieses Körperteil in verschiedene Richtungen. Wie fühlt sich das an? Welche Muskeln arbeiten für die Bewegung dieses Körperteils? 

3. Legen Sie den Fokus auf Ihre gesamte Körperhaltung. Wie ist Ihre Haltung? Welche Muskeln sind angespannt? Welche sind entspannt? 

4. Besonders effektiv: „Scannen“ Sie Ihren Körper mental von Kopf bis Fuß und gehen Sie dabei in alle Körperteile. Das heißt: Beim Kopf fangen Sie am Haaransatz an, gehen zur Stirn, zu den Augenbrauen, zur Nase, den Wangenknochen, Ohren, Lippen, bis hin zum Hals und so weiter. Scannen Sie Ihren Körper so weit, bis Sie bei den Zehenspitzen angekommen sind.

Die 3er-Kombo

1. Suchen Sie sich drei kleine Tätigkeiten aus Ihrem Alltag heraus und führen Sie sie achtsam durch. Ganz egal, welche. 

:(1) Wenn Sie das Haus verlassen, nehmen Sie drei tiefe und bewusste Atemzüge. 
(2) Wenn Sie den Klodeckel zuklappen, tun Sie es achtsam. 
(3) Immer wenn Sie vor einer roten Ampel stehen, fokussieren Sie sich komplett auf die Farbe der Ampel.

 2. Beachten Sie: Egal, welche drei Dinge Sie sich aussuchen – fühlen Sie, wenn möglich, alle Ihre Sinne, Ihren Atem und Ihren Körper, während Sie diese Tätigkeiten achtsam ausführen.

Der 3-Minuten-Taucher

1. Unterbrechen Sie Ihre jetzige Tätigkeit und fokussieren Sie sich auf den gegenwärtigen Moment und die Situation. 

2. Aktivieren Sie Ihre Sinne. Was sehen Sie? Was hören Sie? Nehmen Sie bestimmte Gerüche war? Was fühlen Sie in diesem Moment? Welchen Geschmack haben Sie im Mund? In diesem Schritt trainieren Sie Ihre Sinne. 

3. Fokussieren Sie sich für einige Momente auf Ihre Gedanken. Was denken Sie gerade? Sind es positive oder negative Gedanken? Ändern und bewerten Sie Ihre Gedanken nicht, sondern beobachten Sie sie einfach und nehmen Sie sie wahr. 

4. Optional: Stellen Sie sich einen Wecker zur Erinnerung an die Übung und machen Sie den 3- Minuten-Taucher wenn möglich einige Male am Tag.

Die Kraft der Natur erleben

Der Wald ist ein Ort der Ruhe und Erholung, an dem wir dem Alltag entfliehen. Das bewusste Erleben von Naturgeräuschen und -gerüchen hilft, Stress abzubauen und den Geist zu klären.

Atemübungen

Eine einfache Übung für mehr Ruhe und Konzentration ist die sogenannte 4x4-Atmung. Suche dir dafür einen ruhigen Platz im Wald oder gehe langsam weiter, während du dich auf deinen Atem konzentrierst.

4 Sekunden langsam durch die Nase einatmen
4 Sekunden den Atem halten
4 Sekunden langsam ausatmen
4 Sekunden warten, bevor du wieder einatmest

Bewusstes Gehen 

Statt gedanklich schon beim nächsten Termin oder To-do zu sein, konzentrierst du dich ganz auf den Moment. Gehe dafür langsamer als gewöhnlich und spüre bewusst, wie deine Füße den Boden berühren. 

Vielleicht nimmst du weichen Waldboden, kleine Äste, Kies oder Wurzeln unter deinen Schuhen wahr. Beobachte, wie sich dein Gewicht bei jedem Schritt verlagert und wie sich dein Körper bewegt.

Achtsames Wahrnehmen 

Nimm dir einen Moment Zeit und richte deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf das, was dich umgibt:
Höre auf das Rascheln der Blätter, Vogelstimmen oder den Wind zwischen den Bäumen.
Nimm wahr, wie die Luft riecht – vielleicht frisch, erdig oder nach Regen. Beobachte Licht, Farben und Bewegungen in der Natur. Spüre die Temperatur, den Wind auf der Haut oder den Untergrund unter deinen Füßen.

 

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